Samstag, 16. Mai 2020
Bitte atmen Sie nicht beim Jubeln
Samstag, 16 Mai.

One small step for mankind, one giant leap for CC-Man: Die Bundesliga hat wieder angefangen! (Zack, bin ich die restlichen, kostbaren, weiblichen Leser los.)

Und gleich hat mein Verein wieder denselben absoluten Dreck gespielt wie vor der zweimonatigen Corona-Pause. Insofern bei allen Sonder-Regeln und Hygienevorschriften doch eine Rückkehr zur alten Normalität.

Lustig war es außerdem, vom Spiel Dortmund-Schalke ein Foto zu sehen, das Torjubel mit eingebautem social distancing zeigte: Ein Haufen Spieler, der sonst eben einen Haufen bzw. eine Traube bilden würde, stellt sich mit jeweils 1,5 Meter Entfernung zueinander auf und reißt die Arme hoch, ohne allzu heftig ein- und auszuatmen. Fußball, wie er sein sollte!

Für heute ansonsten nur noch kurz ein Nachtrag zur gestrigen Fotoquiz-Auflösung, bei der wir gelernt hatten, dass der Kontext, in dem ein Bild angeschaut wird, die Wahrnehmung seines Inhalts bestimmt. Nehmen wir zum Beispiel auch dieses hier (das wirklich erst heute entstanden ist):



VOR Corona hätte ich, als ich hier heute zufällig entlang lief, spontan gedacht: Drachen. Krokodil. Monster. Grüffelo. Trauriger alter Kampfhund. Horst Seehofer. So was in der Art.

Heute, WÄHREND bzw. vielleicht schon NACH Corona, kann ich im allerersten Moment nichts anderes darin sehen als: das Virus. Vor allem auch wegen dieser grünen Farbe (Coronaviren sind bekanntlich froschgrün) und den komischen Stumpen, die da aus dem Gesicht rauskommen. Es ist nur nicht rundlich genug, aber die scharfen Zähne verraten es trotzdem.

So wird man halt ständig neu konditioniert und umprogrammiert im Leben.

Die Zuwachszahlen (nicht: Zusatzzahlen) von heute: In ganz Deutschland 519 neue Fälle (41 Tote); in Hamburg 22 Neuinfizierte (3 Tote). Viel? Wenig? Entscheiden Sie.